Obama-Besuch: 13 Millionen Euro Polizeikosten beantragt
Der Polizeieinsatz zum Kurzbesuch von US-Präsident Barack Obama Anfang Juni in Dresden wird den Freistaat Sachsen etwa 13 Millionen Euro kosten. „Es ist in etwa diese Größenordnung“, sagte ein Sprecher des Sächsischen Finanzministeriums am Dienstag. Eine exakte Summe gebe es aber noch nicht, da bislang keine endgültige Abrechnung vorliege. Mittel in dieser Größenordnung würden jetzt vom Finanzministerium außerplanmäßig zur Haushaltssicherung bereitgestellt.
Harmonischer D-Day nach groteskem Protokollgerangel
Barack Obama und Nicolas Sarkozy standen in dunklen Anzügen nebeneinander. Die beiden „First Ladies“ schritten ihnen ganz in Weiß auf dem roten Teppich entgegen. Zur Begrüßung in der Präfektur gab es synchrone Wangenküsschen. Alles war bis ins Kleinste harmonisch abgestimmt beim amerikanisch-französischen „Paarlauf“ in der Normandie. Für Prinz Charles, Gordon Brown und die anderen blieben da nur Nebenrollen.
Erster und letzter Obama-Besuch in Dresden
Der erste und für lange, lange Zeit auch letzte Besuch eines US-Präsidenten in Dresden ist Geschichte. Barack Obama wird wahrscheinlich nie wieder in die sächsische Landeshauptstadt kommen. Stolz und Begeisterung mischten sich an den vergangenen zwei Tagen bei den Dresdnern mit Trauer über die verpasste Chance, dem Präsidenten persönlich zu begegnen und Entspannung, nachdem die historische Altstadt am Freitagnachmittag wieder für jedermann freigegeben werden konnte.
Obama-Besuch löst Einsatz von Spezialkommandos aus
Dresdner und Weimarer bekamen Obama kaum zu Gesicht
Das erhoffte Bad in der Menge von US-Präsident Barack Obama blieb am Freitag vor der Dresdner Frauenkirche genauso aus wie ein Abstecher in die Klassikerstadt Weimar. Während in Weimar Ernüchterung über das gestraffte Programm herrschte, war die Stimmung hinter den Zäunen in Dresden bestens. Die sächsische Landeshauptstadt feierte Obama - auch ohne direkten Kontakt zum Präsidenten.
Obama bei seinem Besuch in Dresden
Twitter-Splitter von den Ereignissen in Dresden
Video von der Party auf dem Dresdner Altmarkt
Obama in der Dresdner Frauenkirche: „Wonderful“
US-Präsident Barack Obama hat am Freitag die Dresdner Frauenkirche besucht und sich beeindruckt gezeigt. Sein Kommentar zur Kirche lautete „Wonderful“. Zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde er von Landesbischof Jochen Bohl durch das Gotteshaus geführt. Obama entzündete eine Kerze mit der Aufschrift „Friede sei mit euch“ und trug sich in das Gästebuch ein. Das von den Dresdnern erhoffte Bad in der Menge vor der Kirche blieb aus.
Obama in Deutschland - Ein Besuch der Symbole
Obama schenkt Tillich Schreibgarnitur
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) kann fortan mit einem edlen Stift schreiben. US-Präsident Barack Obama schenkte dem Regierungschef am Freitag bei seinem Besuch in Dresden eine Schreibgarnitur aus schwarzem Leder mit Papier und einem silbernen Stift, wie die Staatskanzlei mitteilte. Auf ihm ist die Unterschrift Obamas mit dem markanten „O“ eingraviert.
Obama und Merkel gedenken der Opfer von Buchenwald
US-Präsident Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben an die Gräuel des Nationalsozialismus, aber auch an Versöhnung und Aufbau nach dem Krieg erinnert. Sichtlich berührt von den Eindrücken eines einstündigen Rundgangs im ehemaligen Nazi-Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar bekräftigten beide am Freitag, als Lehre aus der Katastrophe des Holocausts müsse weltweit für Toleranz, Demokratie und Menschlichkeit eingetreten werden.
Obama verneigt sich vor KZ-Opfern in Buchenwald
Obama: Deutschland ist enger Freund und Partner
Deutschland und die USA wollen im engen Schulterschluss international zusammenarbeiten. „Deutschland ist ein enger Freund und ein entscheidender Partner“ der USA, sagte US- Präsident Barack Obama am Freitag in Dresden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstrich nach einem Gespräch mit ihm, Deutschland werde alles tun, um den Friedensprozess im Nahen und Mittleren Osten erfolgreich zu begleiten.
Splitter: Aussagen von Obama und Merkel in Dresden
Buhlen um Obama - oft vergeblich
Ein einziges Mal schien Barack Obama wirklich amüsiert: „Wilde Spekulationen, ... ja genau das sind sie“, betonte der US-Präsident auf die Frage einer Reporterin nach Differenzen zwischen Washington und Berlin wegen seines Kurzbesuchs auf deutschem Boden. Obama signalisierte mit seinem berühmt strahlendem Lächeln, dass es zwischen ihm und Kanzlerin Angela Merkel keinerlei Missstimmigkeiten gebe, die persönlichen und staatlichen Beziehungen seien „ausgezeichnet“.
Zentrum der Welt für eine Nacht – Obama in Dresden
Das Warten hat ein Ende, der US-Präsident ist in der Stadt. Exakt um 20.59 Uhr betrat Barack Obama Dresdner Boden, nachdem sein Flugzeug, die „Air Force One“, auf dem Flughafen in Klotzsche gelandet war. Kurz fiel die Ankunft auf dem Dresdner Flughafen aus. Rainald Steck, der Protokollchef des Auswärtigen Amtes, und der Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Johannes Beermann (CDU), nahmen Obama auf dem Rollfeld in Empfang und lotsten ihn zu seiner gepanzerten Limousine.
Bilder von der Ankunft des Präsidenten in Dresden
Obama besucht Deutschland im Zeichen der Erinnerung
