Obama-Besuch löst Einsatz von Spezialkommandos aus
Dresden. Der Besuch von US-Präsident Barack Obama in Dresden hat zwei Spezialeinsätze der Polizei ausgelöst. Darüber berichtete die Polizeidirektion Dresden nach der Abreise des Präsidenten am Freitagnachmittag. Demnach hatten Beamte am Donnerstagabend am Fenster einer Wohnung an der Fahrtstrecke Obamas vom Flughafen in die Innenstadt ein Gewehr entdeckt. Ein Sonderkommando klärte den Fall auf. Die beiden Wohnungsinhaber - zwei Männer im Alter von 38 und 40 Jahren - hatten laut Polizei „fahrlässig“ ein Luftgewehr ohne Munition am Fenster abgestellt.
Wenig später ging es am Italienischen Dörfchen - einem Restaurant in Sichtweite von Obamas Hotel - zur Sache. Dort hatten aufmerksame Polizisten „verdächtige Lichtreflektionen“ wahrgenommen. Da eine „unbefugte Personenbewegung“ in dem Gebäude nicht auszuschließen war, stürmten Spezialisten die Lokalität. Personen fand man nicht, mehrere Türen wurden bei dem Einsatz beschädigt, hieß es.
Ein anonymer Anrufer führte die Polizei am Freitagmorgen auf eine falsche Spur. Er wollte angeblich mit einer amerikanischen Flagge in der Elbe baden gehen und hätte damit das offizielle Badeverbot während der Obama-Visite unterlaufen. Der Mann tauchte allerdings nicht am angekündigten Ort auf.
dpa
